Unterwegs.

Heute konnten wir ausschlafen. Aber um 9 Uhr war der Spaß schon vorbei. Zum einen wurde wieder Wäsche gewaschen (per Hand!). Zum anderen sind hier merkwürdige Vögel, die sehr sehr laute Geräusche von sich geben. Gegen 11 Uhr sind wir in das Lehmdorf gefahren, dass nur paar hundert Meter von uns entfernt aufgebaut ist. Das ist viel größer als ich zuerst angenommen hatte. Zwei Stunden haben wir dort verbracht, haben einige Familien besucht und (mal wieder) einiges gesehen. Gesehen habe ich zum Beispiel, dass schon die Kleinsten mit eingebunden werden. Ein Mädchen, vielleicht 3-4 Jahre alt, musste mit einem für sie viel zu großen Kanister Wasser holen. Die Wasserstelle konnte nur über einen steilen Berg erreicht werden. Zwei mal musste sie gehen. Zwei mal habe ich sie gehen sehen, sollte ich wohl besser schreiben.
Danach sind wir zu einer Schule gefahren. Auch dort wird übernachtet, deswegen haben wir einige Kinder angetroffen. Nachdem wir eine kurze Führung mitgemacht hatten, saßen wir auf einer Mauer – die Kinder um uns herum. Zwei Mädels haben versucht mir ihre Muttersprache bei zu bringen und haben mir die Zahlen von 1-20 + paar Wörter aufgeschrieben. Das muss ich jetzt lernen… Zum Lunch sind wir in die Stadt gefahren und sind auf dem Rückweg nach Hause mal wieder ordentlich in den Regen gekommen. Als es irgendwann aufgehört hat, fuhren wir zu einer anderen Schule, in der auch Säuglinge aufgenommen und versorgt werden. Diese Babys wurden per Zufall irgendwo gefunden. Eines zum Beispiel im Gebüsch, wie ich mitbekommen habe. Zurzeit sind in der Schule fünf Babys. Sie lagen auf einem Ehebett, in dem Raum standen noch zusätzlich vier oder fünf Hochbetten, mit zum Teil kranken Kindern, bei der allgemein bekannten, stickigen Luft. Ein Mädchen, Fiona, war – seitdem ich aus dem Auto gestiegen bin – die ganze Zeit an meiner Seite und ließ mich nicht für eine Sekunde aus den Augen. Wir waren lange dort, Maike hat paar Volleyball-Spielkameraden gefunden, während Zoe, Sammy und ich in der Sonne saßen und zu schauten… mit ganz vielen Kindern im Schlepptau, versteht sich von selbst, oder?! Als wir gegen 17 oder 18 Uhr wieder zuhause ankamen, war kurze Zeit später für bestimmt eine Stunde Stromausfall. Jetzt ist er wieder da, hura.
Und das war’s erstmal von mir. Tschöööökes

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