I ♥ Africa

Am Ende… ja am Ende meiner drei wöchigen Afrika-Reise bin ich um ungefähr 1.000 – 1.500€ ärmer – und um unbezahlbare Erfahrungen reicher. Da stellt sich nun die Frage, was wohl wertvoller ist – für mich ist es jedenfalls glasklar; ich liebe dieses Land, ich werde wieder dort hin fliegen.
Jetzt bin ich erst einmal bis Sonntag in Irland. Gutes Stichwort. Ich werde natürlich auch dort bloggen unter der neuen Homepage www.irland.braun-edv.de
Das ist der selbe Blog, wie er es ein Jahr lang war, nur unter einer anderen Adresse…
Ich melde mich bald wieder! Liebste Grüße 🙂

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36(0) Grad

Ich habe mich bei 36 Grad Außentemperatur um 360 Grad gedreht. Auf dem Eis. Auf einer Eisbahn. Es war unglaublich! Alles war in den letzten 3 Tagen unglaublich!! Ich fange der Reihenfolge zur Liebe am Montag an:

Nachdem ich nach einer kurzen, unruhigen, schlaflosen Nacht aufgestanden bin, hab ich all meine Sachen gepackt und darauf gewartet, dass wir losfuhren. Das hat aber lange gedauert – erst gegen 13 Uhr war es soweit. Die Plumper waren Schuld (das Klo war verstopf und musste von denen gereinigt werden…) wie auch immer, danach saßen wir (Maike, Zoe, Sammy, Afrikaner  Manu und ich)  endlich in einem Jeep-ähnlichen Auto und fuhren tatsächlich los! Nach gut 1,5 Stunden haben wir in El doret Rast gemacht und sind dann bis 6/7 Uhr zu unserem Hotel durchgefahren. Das war ein netter Tag im Auto. Ha ha. Das „Hotel“ war in Wirklichkeit ein kleines Dorf mit vielen kleinen einzelnen Zimmern. Zoe, Maike und ich haben uns ein Zimmer geteilt. Zum Abendessen haben wir uns mit alle Mann im Restaurant des Hotels getroffen. Maike und ich haben jeweils einen Mangosaft bestellt. Was haben wir bekommen? Anstatt zwei Gläsern Mangosaft standen plötzlich zwei Packungen à 1 Liter Saft auf dem Tisch. Die gute Dame, die uns bediente, war etwas verwirrt und vielleicht auch etwas überfordert… wobei das jetzt nicht gerade kompliziert war. Aber egal. Die Nacht war schrecklich!! Die Matratze war komplett durch gelegen, ich war mehr wach als alles andere und um 7 schellte schon der Wecker. Das Frühstück war etwas gewöhnungsbedürftig: schonmal was von Cornflakes mit heißer Milch gehört? Nach wenigen Sekunden isst man Brei, anstatt knusprige Flakes… auch egal.

Dienstag. Safari-Dienstag. Der Tag musste gut werden, auch wenn die Nacht bescheiden war. Aber was war? Es war nebelig!! Die ganzen drei Wochen war es nicht einmal nebelig! Und ausgerechnet an dem Tag wo gutes Wetter von Vorteil gewesen wäre, wurde uns scheinbar ein Strich durch die Rechnung gemacht. Scheinbar. Denn je höher die Sonne stieg, desto mehr klärte es auf. Gegen 9:30, als unsere Safari schließlich startete, hatten wir einen strahlend blauen Himmel – es war einfach nur perfekt! Manu hat uns in dem Jeep-ähnlichen Auto gefahren. Das war super. Denn wir durften bei den harmlosen Tieren aussteigen. Als erstes sahen wir Pelikane, Flamingos und diverse andere Vogelarten. Paar Äffchen flitzen zwischendurch über den Weg und Antilopen sah man auch immer mal wieder. Dann kamen die schwarz-weiß-Tiere! Ich habe mich so gefreut! Ganz ganz viele Zebras haben wir gesehen! Dann fuhren wir durch einen Wald und sahen lange Zeit nichts. Aber dann!! Man sah sie schon aus weiter Ferne, die langen Hälse. Manu ist direkt auf sie zugefahren. Ich weiß nicht wie viele Giraffen dort standen, ich weiß nur, dass es einige waren! Sogar eine Zebra-Herde hat sich noch unter die Lang-Hälser gemischt – ich hätte den ganzen Tag dort verbringen können. Aber wir sind weiter gefahren, als Zoe auf einmal Löwinnen mit ihren Jungen entdeckte. Das war auch unglaublich. Nach vier Stunden haben wir den Park verlassen, wobei ich nichts gegen weitere vier Stunden gehabt hätte. Elefanten gab’s leider nicht. Den weiteren Tag verbrachten wir im Auto, denn wir fuhren nach Nairobi. Nachdem wir ein gutes Hotel gefunden hatten, sind wir in ein Shopping Center gefahren. Es war so ungewohnt und passte so gar nicht zwischen die ganzen schäbigen, dreckigen und alten Gebäude. Alles war weihnachtlich geschmückt, was genauso wenig passte. Sich bei 30 Grad Weihnachtsbeleuchtung anzuschauen und an Tannenbäumen vorbei zu gehen ist wirklich komisch. Wir futterten eine leckere Pizza, aßen Frozen-Joghurt und ließen den Tag mit einer Bowling-Parti ausklingen. Einige Weiße traf man in der Mall an, viele Araber und wenige Einheimische – die waren dann aber gut gekleidet und besser im Futter, als die Menschen, die man sonst so auf den Strassen gesehen hat. Das war so ein guter Tag! Ich habe geschlafen wie ein Stein.
Mittwoch. Der letzte Tag in Afrika. Wir hatten schon am Dienstagabend beschlossen, dass wir am Mittwoch einen Giraffenpark besuchen gehen. Wir brauchten 2 Stunden um diesen zu finden. Wir fuhren an den schönsten Häusern vorbei, die man sich nur vorstellen kann. Nicht weit davon entfernt, breitete sich der größte Slum Kenias aus. Da waren sie wieder, die zwei Welten. Der Giraffenpark bestand aus paar Giraffen, die man füttern konnte. Mehr war da nicht – war aber trotzdem cool. Die haben eine blaue, raue, lange Zunge. Ich mag diese Tiere 🙂 nachdem wir dort fertig fahren sind wir in ein anderes Shopping Center gefahren, in dem wir bei unserem ersten Nairobi-Aufenthalt gewesen waren. Diesmal  war es gut besucht – wir haben dort zu Mittag gegessen, danach ging es auf einen Markt. Ihr könnt euch nicht vorstellen WIE anstrengend das ist!! Am Dienstag waren wir schon da und waren nach wenigen Minuten fertig mit den Nerven. Von allen Seiten wurde man angequatscht, alle wollten einen für sich gewinnen, jeder wollte einem einen besonderen „Sister-Student-Price“ machen. Ich hätte den halben Markt leerkaufen können – so coole Sachen gibt’s einfach nur in Afrika. Die haben meinen Geschmack voll getroffen… umso schwerer war’s für mich. Das wir am Mittwoch nochmal auf so einen Markt treffen würden, war reiner Zufall. Aber diesmal konnten wir damit umgehen – ich bin jetzt Weltmeisterin im Handeln. Unsere vorletzte Fahrt ging in ein weiteres großes Gebäude. Da haben die mit dem Sicherheitscheck total übertrieben: anstatt nur seine Tasche vor zu zeigen und einmal abgescant zu werden, musste man dort durch eine Sicherheitskontrolle, wie es normalerweise nur am Flughafen üblich ist. In der dritten Etage war ein reines Spieleparadies, mit Hüpfburg, Bullenreiten, Billard, anderen Spielen und einer Eishalle. Los war da nichts, los waren nur wir 5. Zuerst saßen wir einige Zeit in einem Restaurant, danach wollten wir Schlittschuh laufen. Um 6 Uhr war das. Um 6 Uhr hatte die Eisbahn aber geschlossen. Erst um 7 durfte man wieder laufen. Die hatten einen Plan, an den sich gehalten werden musste. Der ging so: eine Stunde laufen, eine Stunde Pause (um das Eis zu erneuern), eine Stunde laufen, eine Stunde Pause… aber warum muss man die Pause einhalten, wenn niemand außer uns da war? Und niemand gelaufen ist? Egal, wir haben die Stunde gut herum bekommen und sind dann um 7 Uhr Schlittschuh gelaufen. Und das hat so Spaß gemacht!! Ich wollte schon immer mal in einer leeren Eishalle fahren, wo keine Idioten das Eis unsicher machen… das war jetzt nicht mein größter Traum, aber ich hab mir immer wenn ich Eis gelaufen war, darüber Gedanken gemacht. Und Zack, in Afrika wird mir das erfüllt, ganz unerwartet, ganz ungeplant. Ich hab mich jedenfalls gefreut wie eine Eisprinzessin 🙂
Und dann ging die letzte Fahrt auf Kenias Straßen los, in Richtung Flughafen. Gegen kurz nach 8 waren wir schon da, die Verabschiedung war kurz, ich hatte schnell eingecheckt und die Zeit am Flughafen und im Flugzeug ging super schnell um. Jetzt sitze ich in Dubai und warte darauf das mein Flieger los geht.
Heute Nachmittag werde ich sehr wahrscheinlich  Bilder von den letzten Tagen hochladen. Das sind so gute Bilder, ich habe den aaaaaaaller aller besten Papa der Welt, Er hat nämlich ‚mal eben‘ eine so gute Kamera gekauft hat. DANKE!!
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Nairobi Flughafen!

Mir geht es gut, bin am Flughafen und fliege in 1,5 Stunden ab. Ich melde mich morgen etwas ausführlicher aus Dubai – zumindest so weit es mein Akku zulässt. Nur so viel: ich habe die letzten Tage SO viel erlebt, ich könnte Bücher füllen!!

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Ananas

Wer macht hier die Anna nass? Keiner, denn das ist nur eine ananasausehende Palme 🙂 Die haben Maike und ich heute gesichtet, nachdem wir aus der Kirche kamen und nach Hause gelaufen sind. Diesmal waren wir in einer anderen „Kirche“. Das war keine Kirche aus Steinen – bei der heutigen Veranstaltung saßen wir in einem Zelt bzw. einem Paviollon. Es war dort unglaublich warm – da haben die vier Ventilatoren und eine komplett hochgefaltete Wand herzlich wenig bis gar nichts gebracht. Und als dann die voll motivierten Afrikaner nach Aufforderung angefangen haben zu tanzen, erhitze sich alles auf gefühlte 50°C. Und ich hatte ein graues Tshirt an… na super 😀 Ich habe vier Weiße gesehen – einer von denen hat gepredigt, auf englisch. Ein Afrikaner hat auf/in ?? kisuaheli übersetzt. Ich fand’s richtig anstrengend den beiden zu zuhören. Die haben so gebrüllt – das Mirkrofon hätten sie sich auch sparen können… haben sie zum Teil auch, dennzwischen zeitlich ist der Strom ausgefallen…

Ab morgen sind wir ja bekannterweise nicht mehr in Kitale. Wir werden wahrscheinlich auch kein Internet mehr haben (die Hotels haben zwar meist alle Wlan, aber mit meinem Handy kann ich mich – aus welche Gründen auch immer – nicht einloggen und den Laptop lassen wir hier). Ich hoffe, dass es am Flughafen von Nairobi Internet gibt. Wenn nicht dann bestimmt in Dubai und wenn da auch nicht, dann bestimmt von Zuhause, aber falls ich so viel Verspätung haben sollte, dass ich gar nicht mehr nach Hause komme, dann schreibe ich euch erst wieder wenn ich in Irland bin. Huuuuu. Alles klar? Alles verstanden? 😀 ich mach’s nochmal kürzer: ich melde mich sobald ich einen Internetzugang habe 🙂 bis dahin, alles Liebe, liebe Grüße und bis bald 🙂

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Regen

Vorletzter Eintrag aus Kitale! Ich bin nämlich nur noch morgen hier. Am Montag fahren wir in eine andere Stadt um eine SAFARI zu machen. Um genauer zu sein: wir machen eine Sonnenaufgangs-Safari. Cool oder? Ich freu mich schon wie sau! 🙂 Also, richtig geht’s erst am Dienstagmorgen los… gegen Nachmittag soll die wohl enden – dann fahren wir nach Nairobi, verbringen dort die Nacht (von Dienstag auf Mittwoch), weil am Mittwochabend mein Flug zurück geht.

Heute sind wir durch Kitale gelaufen. Wenn man im Auto sitzt, sieht alles ganz anders aus – chaotisch, hektisch, überfüllt, laut, stickig. Aber als ich persönlich über den Markt gelaufen bin, hab ich das gar nicht als so schlimm empfunden. Könnte vielleicht daran gelegen haben, dass mein Fokus die ganze Zeit auf dem Boden lag, denn der ist nicht so schön gepflastert bzw. geteert wie wir das kennen… überall sind Unebenheiten, Wurzeln, Löcher… ich war also ständig darauf bedacht, nicht zu stolpern. Alles ist gut ausgegangen und ich habe nichts gekauft.

Nachdem wir wieder zuhause angekommen sind, saßen wir nur kurze Zeit draußen. Weil dann hat es plötzlich angefangen zu regnen und wollte gar nicht mehr aufhören 🙁 trotzdem war es recht gemütlich, weil wir uns einfach Madagascar 3 angesehen haben. Danach saßen Maiki und ich im Zimmer, haben gequatscht und dem Regen zu gehört 🙂

Viel mehr war nicht drin, viel mehr wird nicht drin sein. Euch allen einen guten Abend 🙂

P.s.: das sind noch Fotos von gestern

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Außergewöhnlich (lustig)

1) Es hat vier Beine, es hat vier Hörner, es hat drei Augen und ein Gebiss, das nicht aufeinander liegt. Um welches Objekt handelt es sich??

– Es handelt sich um eine Kuh.

2) Welches Tier dreht seinen Popo in Richtung Kamera und hat keinen Schwanz mehr?

– Der Esel.

3) Was unten sein sollte ist dummerweise nach oben gerutscht. Um was handelt es sich?

– Es handelt sich um einen Hoden.

Falls ihr euch wundert. Diese Tiere gibt es wirklich. Wir sind heute in einen Park für „behinderte Tiere“ gefahren. Vielleicht darf und soll man nicht darüber lachen – aber es war und ist einfach zu komisch. Diese Kuh mit den drei Augen… 😀 😀 unglaublich! Irgendwie hatte ich gar nicht auf’m Schirm, dass es solche Tiere überhaupt gibt… aber ich habe es mit meinem eigenen Auge(n) gesehen – es gibt sie! Und hier kommen noch mehr:

Diese Kuh macht kein Pipi – die hockt immer so.

Diese Kuh hat einen etwas ausgeprägteren Buckel.

Bei den beiden Freunden, haben die Hörner nicht mehr aufgehört zu wachsen…

… und bei ihm gab’s das gleiche Problem, nur, dass es sich dort um die Hoden handelt.

😀 😀

Es gab noch mehr Tiere. Kühe mit drei Beinen, Ziegen mit drei Beinen und Hunde mit drei Beinen. Es sollte angeblich auch noch ein Tier geben, das fünf Beine hat. Wir haben es allerdings nicht gesehen. So richtig glauben kann ich das auch nicht – wobei ich vorher auch nicht geglaubt hätte, dass es ein Tier mit drei Augen gibt… wie auch immer… nachdem wir dann gut zwei Stunden durch den Park gelatscht sind, haben wir zum Lunch erstmal (wieder) eine ………… Pommes gegessen. Mir hängen die jetzt schon aus den Ohren heraus. Jetzt frag ihr euch vielleicht „warum bestellt die dann nichts anderes?!“ Richtiger Gedanke, habe ich bzw. Maike und ich auch schon, aber dann ist es relativ wahrscheinlich, dass a) es das ausgesuchte Gericht nicht gibt oder b) man eine Stunde darauf warten muss. Deswegen bestelle ich weiterhin meine Pommes.

So, nachdem wir gespeist und irgendwann bezahlt hatten, sind wir zurück gefahren. Alle Kids waren draußen und haben gespielt. Das Wetter war wieder 1a – ich hab mir ein schön sonniges-schattiges Plätzchen gesucht (unter’m Baum findet man sowas :)) und geschlafen. Da fällt mir ein: Was ist ein Keks unter einem Baum?

Ein schattiges Plätzchen. Hahahahaha 😀

Das war’s von mir. Euch allen nen schönen Freitag Abend 🙂

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Power off

Der Stom war weg. Den ganzen Tag. Von 07:00 – 21:00 Uhr. Jetzt ist er wieder da und das ist gut. Heute war ein richtig richtig guter Tag. Wir sind mit Bramwel (dem Kind mit dem Down-Syndrom und den beiden Adern am Kopf) nach El Doret gefahren, weil er dort ein CT bekommen sollten – wegen seinen Kopfadern. Die 2-stündige Wartezeit kam mir gar nicht so lange vor. Das Krankenhaus war riesen groß und sah ausnahmsweise mal aus wie eines. Danach sind wir in ein Restaurant „Mamma Mia“ gefahren und haben gegessen. Pizza. Mal was anderes, als Reis, Ugali und Pommes. Ich hab schon bessere Pizzen gegessen – trotzdem war es in Ordnung. Nachdem dann irgendwann die Rechnung kam, fuhren wir in einen kleinen Tierpark. Für die einheimischen Menschen hat der Eintritt umgerechnet 1,50€ gekostet. Weiße Menschen mussten 4€ zahlen. So ist das in ganz vielen Fällen… Besichtigen konnte man paar Schildkröten, Affen, Schlangen, Sträuße? 😀 ein Löwen-Päärchen und Lehmhütten.
Weil ich für meine Rückreise noch kleine durchsichtige Plastiktüten für’s Flugzeug brauchte, sind wir nach dem Park in einen großen Supermarkt gefahren. Da habe ich endlich meine Tütchen bekommen – hier in Kitale gibt’s sowas nämlich scheinbar nicht. Zumindest waren sie nicht auffindbar.
Gegen 17:30 waren wir wieder zurück und haben noch einige Zeit im Garten verbracht. Am späteren Abend konnte man ganz viele Sterne sehen. Durch den Stromausfall sogar noch besser als sonst 🙂
Morgen kommen Bilder – heute bin ich zu müde. Gute Naaaaaacht 🙂

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Hühnchen

Gestern war’s ein Vogeljunges, heute war’s ein ausgewachsenes Huhn. Vormittags, vielleicht gegen 12:00, kam ein Typ mit einem lebenden Huhn ins Haus. Das Tier hatte die Füße zusammen gebunden und wurde erstmal von allen Kindern begutachtet und zum Teil kopfüber gehalten. Im Garten auf der Wiese diente es dann als Spielzeug – das Huhn muss eine Herzfrequenz von >300 gehabt haben! So sah das jedenfalls aus. Als Tierfreund war das nicht ganz soooo leicht mit anzuschauen. Ich finde es schwer zu verstehen, dass Tiere hier einen anderen Wert haben, als in Deutschland. Jetzt mal abgesehen von den ganzen Zucht- und Mästungshöfen, da sind die Tiere auch wertlos – ich meine generell die Mensch-Tier-Beziehung in Afrika… das ist einfach eine andere.

Mit der Zeit rückte das Huhn zum Glück etwas in den Hintergrund und konnte ein bisschen entspannen. Bis ca. 17:00. Da ging’s ihm dann an den Hals – im wahrsten Sinne des Wortes. Ich könnte euch den darauf folgenden Weg bis in den Suppentopf beschreiben. Lasse es aber lieber und Bilder erspare ich euch auch. Außer ihr wollt sie…

Viel los war heute nicht. Vormittags sind wir das erste mal durch die Stadt gelaufen. Ich fand das super – würde ich gerne nochmal wiederholen. Das Wetter war richtig gut, deswegen waren alle bis es dunkel wurde draußen.

Morgen fahren wir nach El doret. Eigentlich hatten wir das für heute gedacht, aber es ist etwas dazwischen gekommen – mal sehen, ob morgen alles rund läuft. Ich werde berichten 🙂  euch allen einen schönen Abend 🙂

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Sonnenschein „Allen“

Bei diesem Jungen kann einem nur das Herz aufgehen, oder?!?! So unglaublich sympathisch, ich könnte mich sofort verlieben…!

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Ein Kind…

… im Baum, was macht es denn da? Und wie ist es dort hoch gekommen?? Es ist doch tatsächlich ohne irgendwelche Hilfsmittel den Baum hoch geklettert. Die Äste fangen übrigens erst weiter oben an. Unten ist nur blankes, gerades Holz. Respekt für diese Leistung. Und was hat dieser Kletterkünstler da oben verloren? Das ist weniger cool. Zumindest für alle Tierfreunde. Dort oben war ein Nest. War. Der Klettermeister hat ein Vogeljunges aus seinem scheinbar so sicherem Zuhause geholt. Jetzt hat die Vogelmutter kein Junges mehr, denn das war nicht das erste mal, dass ihre Kinder gestohlen worden sind. Wir reden hier nicht von kleinen Amseln oder etwas größeren Raben.

Ich rede von großen Vöglen, wie man auf dem Bild erkennen kann ——————-> und das ist wie geschrieben, ein Junges. Ich fand diese Aktion total schlimm – wirklich lange hin schauen konnte ich nicht. Mir tat das so unendlich leid, auch für die Vogelmutter. Die hat ihr Kleines mit lauten Lauten (hahaha :D) gesucht… aber keine Antwort bekommen.

Und wieso hat der Klettermeister das gemacht? Weil er aus dem Lehmdorf kommt. Und im Lehmdorf sind die Leute arm. Ich behaupte jetzt mal, dass sich kein Mensch in so einer Hunger-Situation Gedanken macht, ob dass jetzt irgendeiner Vogelmutter das Herz brechen könnte! Der Hunger muss gestillt werden, egal wie. Und das ist meiner Meinung nach verständlich. Ob der Vogel jetzt für den Jungen selbst als Nahrungsmittel oder für seine Familie dienen sollte kann ich nicht beurteilen. Fakt ist aber, dass es notwendig war. Und das veranschaulicht mal wieder, was für ein hartes Leben die Menschen in Afrika führen. Bestimmt nicht alle, aber der Großteil schon!

Das war das spannenste Ereignis, was heute passiert ist. Ansonsten sind wir nämlich nur meiner Lieblingsbeschäftigung nachgegangen: dem Warten. Denn seit heute ist ein neues Kind hier eingezogen – da musste noch was formularmäßig ausgefüllt werden und der Polizeichef, der dafür zuständig war, hat knapp zwei Stunden auf sich warten lassen. Warten mussten wir auch wieder bei Arzt. Zwei Stunden. Man hätte glatt Dekubitus- und Thromboseprophylaxe anwenden können.

Wat gibbet denn noch so?! Maiki und ich haben heute Wäsche gewaschen. Waschen lassen. Per Hand. Waschmaschine gibt es nicht. Und ich bin absolut erstaunt, wie sauber die Klamotten geworden sind! Umgerechnet 3€ hat das Waschen gekostet. Übrigens besitzen die hier auch keinen Sauger geschweige denn einen Besen oder einen Handfeger. Alles wird mit paar zusammen gebundenen Gräsern sauber gemacht. Das klappt gut, hätte ich vorher auch nicht erwartet. Es gibt auch keine Klobürste und kein Radio. Dafür aber einen Tv, einen Dvd-Player, einen kleinen Kühlschrank und einen Wasserkocher. Hier ist alles auf das aller nötigste zum Leben beschränkt (ob ein Fernsehr jetzt unbedingt zum Leben notwendig ist, bleibt jetzt mal dahin gestellt). Es wird absolut kein Wert auf Autos, Klamotten (inklusive Klamottenzusammenstellung) oder irgendwelche anderen Sachen gelegt. Hier muss ein Auto nur fahren, Klamotten warm halten und alle anderen Dinge müssen einfach nur funktioniern und nicht perfekt sein. Es ist ungewohnt und anders, aber gut – mir gefällt das! 🙂

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